Das PowerBook G4 zieht ein
Das PowerBook G4 17" auf dem Schreibtisch, gestartet von „Sorbet Leopard".
Manchmal steht das Gute direkt vor der Haustür: ein PowerBook G4 mit 1,33 GHz, 2 GB RAM, zwei Netzteilen und der Leopard-Retail-Box, angeboten im Raum Münster. Aus den 120 Euro der Anzeige wurden per Preisvorschlag 105 Euro plus Versand. Für ein komplettes, laufendes G4-Notebook muss man da nicht lange überlegen.
Was der Verkäufer schrieb – und was wirklich drinsteckt
Die Anzeige war ehrlich, aber technisch etwas daneben: „aus dem Jahr 2001", „DDR2-Arbeitsspeicher", „250 GB Festplatte". Tatsächlich ist es ein PowerBook G4 17" Late 2003 (PowerBook5,3) mit ATI Mobility Radeon 9600. Der Speicher ist gewöhnliches DDR-SDRAM, und mit 2 GB ist das Maximum des Modells erreicht – DDR2 gab es 2003 in keinem Mac. Das Etikett im Akkufach verrät den Auslieferungszustand: 512 MB und 80 GB. Davon ist nichts mehr übrig.
Modell
PowerBook G4 17" Late 2003, PowerBook5,3
Prozessor
PowerPC G4, 1,33 GHz
Speicher
2 GB DDR-SDRAM (Maximum)
Grafik
ATI Mobility Radeon 9600, 64 MB
Laufwerk
256-GB-SSD (SK600-256GB) statt der originalen 80-GB-Platte
System
Sorbet Leopard (10.5.8), zweite Partition „Tiger"
Die „250 GB Festplatte" ist die eigentliche Überraschung: Im Gerät steckt eine 256-GB-SSD, vermutlich mSATA hinter einem IDE-Adapter. Der Vorbesitzer hat also genau den Umbau gemacht, den ich sonst selbst vornehme. Partitioniert in „Tiger" (32 GB) und „Sorbet Leopard" (206 GB) – letzteres eine von der Community überarbeitete Leopard-Variante, für ein PowerPC-Notebook im Jahr 2026 die vernünftigste Wahl.

„Über diesen Mac": 10.5.8, 2 GB, Startvolume Sorbet Leopard.

Das Etikett im Akkufach: ausgeliefert mit 512 MB und 80 GB.
Der Zustand
Kratzer und Gebrauchsspuren, wie angekündigt; der Gehäuseverschluss schließt nicht mehr sauber. Das Display ist gut, hat aber leichte Flecken. Von den beiden Netzteilen funktioniert eines, das andere ist defekt. Der Akku hält erstaunlicherweise noch Ladung – für das Foto vom Etikett hatte ich ihn herausgenommen. Die Retail-Box von Mac OS X 10.5 Leopard lag bei und steht jetzt bei der übrigen Software im Regal.

Mac OS X 10.5 Leopard, Retail-Box.

Eines der beiden Original-Netzteile – dieses funktioniert.

Der Aludeckel nach über zwanzig Jahren: Gebrauchsspuren, aber keine Dellen.
Wohin damit?
Platz ist bei mir das knappste Gut. Das PowerBook liegt jetzt flach neben dem Power Macintosh 7600 im Regal, das Netzteil griffbereit daneben. Ein Fach darüber steht das PowerBook G3 PDQ, das mir CDs einliest. Der 17-Zöller übernimmt alles, was einen G4 mit AltiVec, ein großes Display und ein aktuelles Mac OS X braucht – als Brücke zwischen dem 7600 und dem MacBook Air M4.

2003 war es Apples größtes Notebook – und das erste mit beleuchteter Tastatur.
Sonntag, 27. September 2026